Kompostieren

Der natürliche Kreislauf.

Kompost ist der älteste und natürlichste Dünger der Welt. Er kann in jedem Garten selbst gewonnen und verwendet werden. Kompost führt im Gegensatz zu Torf verloren gegangene Nährstoffe und Spurenelemente in den Boden zurück und belebt wie kein anderer Dünger das Bodenleben.

In einer Hand voll Kompost finden sich mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde: ca. zehn Milliarden Organismen. Mit selbst produziertem Kompost die eigenen Pflanzen düngen heißt Freude an eigenem Obst und Gemüse, an schönen Blumen oder würzigen Kräutern genießen.

Ein guter Gärtner schneidet daher Sträucher, Stauden und Blumen im Bewusstsein zurück, dass all diese Wertstoffe nicht verloren gehen, sondern bald als Dünge- oder Mulchmaterial im Garten zur Verfügung stehen. Ein angenehmer Nebeneffekt dabei ist, dass man mit Kompostieren auch noch etwas Geld spart: es entlastet die Mülltonne und weniger Dünger muss zugekauft werden.

Richtig zerkleinert, vermischt und durchlüftet verrotten organische Materialien zu hochwertigem Dünger. Je besser die Komposition, die Mischung aus "grünen" stickstoffhaltigen und "braunen" kohlenstoffhaltigen Pflanzenresten, umso besser wird die Düngekraft und somit der Kompost.

Zum ausführlichen Tipp: Kompostieren nach allen Regeln der Kunst

Tipp:

  • Den Kompostplatz an windgeschützter, halbschattiger und hausnaher Stelle anlegen, ideal mit Wasser- und Stromanschluss (für z. B. Häcksler) sowie Sichtschutz.
  • Platz für mindestens zwei, besser aber drei Behälter: Jeweils einen zum Kompostieren, für fertigen Kompost und zum Sammeln von trockenen Pflanzenresten.
  • Systematisch sammeln und sortieren: Astmaterial getrennt von weichen Pflanzenresten und erdigem, feuchtem Material sammeln, vor Regen schützen (abdecken).
  • Organisches, verrottbares Material aus Garten und Haus eignet sich zum Kompostieren. Die Mischung von "grünen" stickstoffhaltigen und "braunen" kohlenstoffhaltigen Pflanzenresten bestimmt die Düngekraft.

  • Das Zerkleinern von Zweigen, Ästen und Blumenstauden mit dem VIKING Garten-Häcksler vergrößert die Oberfläche der Pflanzenteile, die Verrottung durch Mikroben und Abbauhelfer wird gefördert.
  • Nie einseitig große Mengen gleichen Materials aufhäufen, sondern immer mischen. (z. B. Rasenschnitt mit Holzschnitzel). Häckseln erspart das Kompost-Umsetzen!
  • Die Kompostbehälter auf die Erde, nie auf Steinplatten stellen. Auf Schutz vor Auswaschung, Staunässe und Austrocknung achten (abdecken). Wichtig: gute Belüftung.
  • Der Kompostierungsprozess dauert mehrere Monate, je nach Jahreszeit und Außentemperatur. Der Kompost ist bester Bio-Dünger. Pilzgeruch ist Zeichen von Reife.
  • Rohkompost ist unfertig und enthält die Nährstoffe für die Pflanzen in unverwertbarer Form. Er fördert aber stark das Bodenleben. Rohkompost kann man sehr gut zum Mulchen verwenden.
  • Reifer Kompost enthält keine Würmer mehr. Die Nährstoffe sind freigesetzt und können von Pflanzen aufgenommen werden. Fertigkompost ist aber keine Pflanzerde, er muss mit Erde vermischt werden.

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